Warum du nicht das erntest, was du säst

August 23, 2017

 

 

Der Ort, wo unser gelebter Glaube wirklich zum Ausdruck kommt, ist unser Alltag unter der Woche. Sonntags hören wir, lernen wir und treffen wir Entscheidungen. Doch die Frucht davon kommt erst in den alltäglichen Situationen und Herausforderungen zum Vorschein.

 

Genauso ist es auch bei den Kindern, die zu dir in die Kinderkirche kommen.

Als Kindermitarbeiter siehst du die Kinder ca. 90 Minuten von der ganzen Woche. Bei dir hören sie, lernen sie und treffen sie Entscheidungen.

In der Kinderkirche selbst siehst du eher selten die Früchte von dem, was du säst – und manchmal bist du verwundert und enttäuscht darüber.

Doch was ist, wenn der Grund dafür ist, dass die Kinderkirche gar nicht der entscheidende Ort dafür ist?

Der Ort, an dem der Glaube der Kinder lebendig wird und Früchte trägt, ist in der Woche in den alltäglichen Situationen.

 

Wer also sieht und erntet die Früchte von dem, was du sonntags säst?

In erster Linie die Eltern.

 

Die Eltern sind diejenigen, die in den entscheidenden Situationen nah an den Kindern dran sind. Die Eltern sehen, wenn ihr Kind

 

…sein Taschengeld an einen Obdachlosen spendet.

…abends im Bett sein erstes Gebet spricht.

…freiwillig den Müll raus bringt, um der Mama eine Freude zu machen.

…an Karfreitag betroffen am Mittagstisch sitzt, weil es verstanden hat, was Jesus am Kreuz getan hat.

 

Das meiste von dem, was du säst, erntest nicht du, sondern die Eltern.

 

Wie wichtig ist es nicht gerade deshalb als Kindermitarbeiter einen engen Kontakt zu den Eltern zu haben?

 

Durch deinen Dienst kannst du die Eltern zu Helden in dem Leben ihrer Kinder machen! Die Eltern sehen die Veränderung, wie ihr Kind mehr und mehr in einer lebendigen Beziehung zu Jesus wächst und werden dadurch selbst ermutigt.

 

Wenn du die Früchte von deinem Dienst nicht siehst, dann lass dich nicht entmutigen.

Im Gegenteil: Lass dich davon noch mehr anspornen, in dem Wissen, dass die Eltern oder ein anderer sie ernten und dadurch selbst ermutigt werden wird.

 

 

 

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Verfasser:

Nora Wendt

Studiert am Theologischen Seminar Beröa und leitet die Kinderkirche der FCG Frankfurt.

 

 

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