Was Jesus über stinkende, hyperaktive und pubertierende Kinder sagt


In der Zeit, in der Jesus lebte, waren Kinder nicht besonders hoch angesehen.

In Mk 9 können wir davon lesen, wie Jesus seine Zeitgenossen herausfordert, anders über Kinder zu denken.

Jesus stellt ein Kind neben sich und sagt: „Wer solch ein Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ (Mk 9,37)

Das griechische Wort, das hier für „aufnehmen“ verwendet wird, ist δεχομαι und kann auch mit „empfangen“ übersetzt werden. Die New International Version übersetzt das Wort mit „welcome“ („willkommen heißen“).

Jesus sagt also: „Wer solch ein Kind in meinem Namen willkommen heißt, heißt mich willkommen.“

Oder in anderen Worten: „Ich will, dass ihr Kinder so behandelt, wie ihr mich behandeln würdet! Und nur so nebenbei, falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: Ich bin Gott! Also wenn ihr ein Kind willkommen heißt, ist das so, als würdet ihr Gott willkommen heißen!“

Damit wertete Jesus den Stand der Kinder enorm auf!

Was ist nun aber,

wenn sich das Kind nicht wie Gott anhört,

wenn sich das Kind nicht wie Gott verhält,

oder wenn das Kind nicht wie Gott riecht?

Die Kinder zu Zeit Jesu waren im Wesentlichen nicht viel anders als die Kinder heute.

Die Babys haben gestunken,

die Kinder waren aufgedreht und hatten verrückte Ideen

und die Teenager hatten Stimmungsschwankungen.

Trotzdem meinte Jesus genau DIESE Kinder!

Gott möchte, dass wir die Kinder in der Kirche willkommen heißen – so als würden wir Gott willkommen heißen.

Wir sollen dafür sorgen, dass sich jedes Kind in der Kirche willkommen fühlt.

Das schreiende Baby soll sich willkommen fühlen.

Das wie-ein-Wasserfall-redende Kindergartenkind soll sich willkommen fühlen.

Der hyperaktive Drittklässler soll sich willkommen fühlen.

Die pubertierende Fünftklässlerin soll sich willkommen fühlen.

Du kannst dich dafür einsetzen, dass sich jedes Kind in der Kirche willkommen fühlt!

Wenn du ein Kind in Jesu Namen willkommen heißt, heißt du Gott willkommen!

Das, was du tust, zählt!

*Dieser Blogbeitrag enthält Gedanken aus folgendem Buch: Joiner, Reggie (2016): A new kind of leader. Cumming (GA, USA): The reThink Group, S.25ff

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Verfasser:

Nora Wendt

Studiert am Theologischen Seminar Beröa und leitet die Kinderkirche der FCG Frankfurt.

#Verhalten #Liebe #Ermutigung

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